Seilziehen um Seilbahn

Gampel-Bratsch | Der Kanton Wallis will seine Beiträge für die Seilbahn Gampel-Jeizinen kürzen. Deshalb werden 2013 Stellenprozente abgebaut und Kurse gestrichen.

Die Luftseilbahn Gampel-Jeizinen hatte in den vergangenen Jahren regelmässig mit Defiziten zu kämpfen. Den grössten Teil des Defizits hat bis jetzt der Kanton übernommen. Dieser teilte der Gemeinde Gampel-Bratsch nun mit, dass er maximal noch 132 000 Franken des Defizits­ übernimmt. Für den Restbetrag, budgetiert ist 2012 ein Verlust von rund 300 000 Franken, muss, neben «interessierten Gemeinden», vor allem Gampel-Bratsch aufkommen.

 

Hohe Mehrbelastung für Gampel

Gemeindepräsident Konrad Martig erwartet hohe zusätzliche Kos­ten für Gampel-Bratsch: «Musste die Gemeinde in den vergangenen Jahren jeweils rund 70 000 Franken bezahlen, rechnen wir jetzt mit einer Verdoppelung.» Wünschenswert sei eine prozentuale Beteiligung des Kantons an den Kosten und nicht ein fixer Betrag. «Von unseren Oberwalliser Staatsräten fühlen wir uns schon etwas im Stich gelassen.»

 

Kurse und Stellenprozente reduzieren

Um die Kosten zu reduzieren, soll  2013 der Fahrplan ausgedünnt und Stellenprozente abgebaut werden. Die Seilbahnmitarbeiter sollen innerhalb der Gemeinde auch andere Aufgaben übernehmen wie etwa Parkplatzkontrollen.
Wichtig für das Skigebiet Jeizinen Reto Hildbrand, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Jeizinen, unterstreicht, wie wichtig die Luftseilbahn für den Tourismus ist: «Wird der Fahrplan der Luftseilbahn Gampel-Jeizinen reduziert, wird der Ferienort Jeizinen viele Gäste verlieren.»

Frank O. Salzgeber

Frank O. Salzgeber

Frank O. Salzgeber

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